Nächster Auswärtssieg für H2

  23.11.2025
Die Beach Boys machen H2 das Leben schwer

Man hätte es ahnen können: Ein kalter Novembernachmittag, eine rutschige Halle in Bernhausen und drei unserer Spieler mit mehr Sand als Schweiß in den Poren. Perfekte Bedingungen für ein kleines H2-Abenteuer.

Der Auftakt war schwerfällig – eher ein unbeholfenes Stolpern ins Spiel als ein souveräner Start. Die Annahme stand zeitweise auf wackeligeren Beinen als ein frisch geborenes Rehkitz, und im Aufschlag lief gefühlt mehr seitlich weg als nach vorne.
Jan, Jonas und Mateus – frisch aus zwei Wochen Beachurlaub (äh… Training) – mussten erst wieder lernen, dass in der Halle der Boden nicht nachgibt und der Ball beim Pritschen keine 3 Sekunden gehalten wird. Die Folge: 3 Cannstatter verlieren den Satz gegen 6 Bernhausener und 3 Imposter.

Nach einer Ansage des einzig funktionierenden Gehirns der Mannschaft, Coachette Marit, die zu Beginn des Satzwechseln noch einmal das vorbildliche Verhalten von Florian und Mateus gegenüber den Schiedsrichtern lobte und Ersatz-Captain Jens Kriesamer anwies, sich diese bedien als Vorbild zu nehmen. Gestärkt vom Lob der Chefin ging unsere H2 hochmotiviert in den zweiten Satz, mit ihren beiden Lebensrettern in Trikotform.
Jens Kriesamer zündete eine Aufschlagserie, die so heiß war, dass man damit problemlos Stockbrot hätte rösten können. Direkt danach legte Daniel los und schickte Aufschläge rüber, die für Bernhausen ungefähr so angenehm waren wie ein Legostein unter dem Fuß. Entsprechend sah auch ihre Annahme aus. Auch Jonas fand wieder Gefallen am Hallenboden und fand trotz der ungewohnten Diagonalposition zunehmend Gefallen daran, den Ball dorthin zu prügeln, wo Bernhausen nicht stand.
Cannstatt? Wieder im Spiel.
Satz 2 ging souverän an uns – der Wendepunkt.

Mateus hatte inzwischen genug Hallenboden unter den Schuhen gesammelt, um die Beachprogrammierung seines Gehirns zu überschreiben. Ab da zauberte er Zuspiele, die so butterweich waren, dass man sie eigentlich aufs Frühstücksbrot schmieren könnte.
Und Tom? Der zeigte an diesem Tag gleich zwei Gesichter – als stabiler Mittelblocker genauso wie als variabler Diagonalangreifer. Nur einzelne Bälle entwickelten spontan eigenes Interesse an der zehn Meter entfernten Wand. Satz 3: TVC.

Libero Din lieferte wieder das volle Sortiment: spektakuläre Abwehr, wilde Hechtsprünge und Annahmen, die den Zuspieler ein ums andere Mal quer durch die Halle scheuchten.
Sein persönlicher Rachefeldzug gegen Mateus?
Legendär.
Jede Annahme so präzise weit weg vom Zuspieler, dass dieser mehr Meter machte als beim Warm-up.
Florian Schmidt lieferte parallel im Angriff seine klassischen Links-Rechts-Kombinationen – mal mit links, mal mit rechts, immer gefährlich.
Mit Konstanz, Teamgeist und wachsender Spielfreude machten wir den Sack zu.

Nach einem wackeligen Start, viel Sand im Getriebe und der ein oder anderen Flugstunde für den Ball, fand die H2 eindrucksvoll zurück in ihren Rhythmus. Dank starker Aufschlagserien, wachsender Stabilität und einer gesunden Portion H2-Wahnsinn drehten wir das Match und holten uns den verdienten 3:1-Auswärtssieg.

TVC H2 bleibt damit weiter auf Kurs – und die Beach-Jungs dürfen sich wieder Hallenschuhe kaufen.

Mateus Krick

Unsere Partner